FDP. Die Wachstumsprognosen für den Kanton Aargau zeigen bis ins Jahr 2035 mit ca. 140'000 zusätzlichen Einwohnern steil nach oben. Das hat Auswirkungen auf die Ag-glomerationsprogramme Verkehr und Siedlung und somit auch auf die Richtpläne. Die FDP.Die Liberalen nehmen erfreut zur Kenntnis, dass das Departement Bau, Verkehr und Umwelt frühzeitig Weichen stellen will. Allerdings stösst die Umsetzung in einigen Punkten auf freisinnige Kritik. Es darf nicht sein, dass der öffentliche Verkehr zu Lasten des Individualverkehrs bevorzugt und erst noch über die Strassenkasse finanziert wird.
Der Kanton Aargau verfügt über ein grosses und breites Angebot an ländlichen Räumen, an Naturpärken und Reservaten. Er besitzt aber andererseits Agglomerationen mit guten wirtschaftlichen Voraussetzungen. Diese Vielfalt und die Ansprüche von Wirtschaft, Politik, Natur und Bewohner unter einen Hut zu bringen, sind eine grosse Herausforderung. Nur ein einigermassen strukturierter Kanton dürfte den Erwartungen gerecht werden.
Strikte Gleichbehandlung von privatem mit öffentlichem Verkehr
Der Verkehr droht durch das Wachstum und die ungebremste Mobilität an seine Kapazitätsgrenzen zu kommen. Es darf aber nicht sein, dass der öffentliche Verkehr zu Lasten des Individualverkehrs bevorzugt und erst noch über die Strassenkasse finanziert wird. Der Aargau mit seinen vielfältigen Regionen ist auf eine Gleichbehandlung des öffentlichen und des individuellen Verkehrs angewiesen.
Problematisch sind auch die Entwicklungstendenzen von einzelnen Regionen. Eine Abstimmung der Entwicklung der Kernsstädte wird begrüsst, aber sie darf nicht auf Kosten der übrigen Regionen gehen. Die Zukunftsmöglichkeiten der Landregionen darf nicht beschnitten werden. Auch in diesen Regionen muss Wachstum möglich sein, auch, damit der Pendlerverkehr reduziert werden kann.
Für die FDP ist es wichtig, dass der Kanton Aargau als Ganzes wahr genommen und auf einzelne Regionen und ihre wirtschaftlichen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird.
15.01.2010
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