FDP.Die Liberalen Aargau

FDP. Die Liberalen
PLR. Les Libéraux-Radicaux

Interkantonaler Bildungsraum: Am Volk vorbei


Auch nach dem Wechsel des Departementsvorstehers beharrt der Regierungsrat offenbar auf dem Modell eines „Bildungsraumes Nordwestschweiz“. Die FDP.Die Liberalen begrüsst ausdrücklich die interkantonale Kooperation im Bildungsbereich, stellt aber die Frage, wann sich die Aargauer Regierung im Bildungsbereich endlich anhand der tatsächlichen gesellschaftlichen Bedürfnisse ausrichtet. Die FDP ist nicht gegen den Bildungsraum Nordwestschweiz. Die FDP – und sie hat im Grossen Rat dazu eine Mehrheit gefunden - will aber, dass die Bildungskooperation mit ALLEN umliegenden Kantonen angepackt wird. Die einseitige Fokussierung nach BS/BL ist darum falsch: Eine solche Vereinbarung hätte Regierungsrat Hürzeler mit allen umliegenden Kantonen anstreben sollen. Eine Beschränkung auf die Nordwestschweiz wird nämlich den Hauptproblemen der kantonsübergreifenden Schulkompatibilität nicht gerecht: Der Aargau muss sich schulmässig auch an Luzern, Zug und vor allem Zürich orientieren – allein mit dem Kanton Zürich findet bei den Wohnortwechsel ein grösserer Austausch statt als mit allen drei Nordwestschweizer Kantonen zusammen!

Bisher hat der Aargau versucht, seine Bildungsharmonisierungsbemühungen vor allem auf die drei Kantone der Nordwestschweiz – Solothurn und die beiden Basel – auszurichten. Das Ergebnis ist unbefriedigend. Erreicht wurde wenig und das was vorliegt, ist durchsetzt von unverbindlichen Kompromissen. Vor allem aber entspricht ein Bildungsraum Nordwestschweiz nicht den schulischen Mehrheitsbedürfnissen der Aargauerinnen und Aargauer, für die weitere vier Nachbarkantone von entscheidender Bedeutung sind. Nebst Zug und Luzern, die für die Bewohner der südlichen Kantonsteile zentrale Orientierungspunkte sind, fällt dabei vor allem Zürich ins Gewicht. Dies wird mit Blick auf die Wander-Statistik deutlich: Die Bevölkerungszuzüge aus und die Wegzüge nach Zürich sind in absoluten Zahlen etwa zweieinhalb bis dreieinhalb Mal grösser als für beide Basler Kantone zusammen oder für den Kanton Solothurn. Allein mit dem Kanton Zürich findet bei den Wohnortwechsel ein grösserer Austausch statt als mit allen drei Nordwestschweizer Kantonen zusammen! Diese eindeutigen Verhältnisse lassen entsprechend Rückschlüsse auf eine grosse gesellschaftliche Mobilität zwischen dem Aargau und seinem östlichen Nachbarn zu.

„Bildungsraum Nordschweiz“ als Ziel
Die FDP hat bereits mehrfach gefordert, die Bildungsharmonisierung sei nicht auf die Nordwestschweiz zu beschränken, sondern auf die ganze Nordschweiz auszurichten. Die Wirtschafts- und Metropolitanregion Nordschweiz ist ein ökonomisches Faktum (vgl. Interpellation 08.322 der FDP-Fraktion vom 04.12.2008), eine Ausrichtung der Bildungsharmonisierung auf den ganzen Raum Nordschweiz stärkt den Aargau auch als Wohn- und Wirtschaftskanton. Ein Postulat der FDP-Fraktion (08.373) mit dem Auftrag des Hinarbeitens auf einen Bildungsraum Nordschweiz wurde im vergangen Frühjahr mit 89 zu 39 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen. Die Freisinnigen fordern den Regierungsrat mit Nachdruck auf, diesen demokratischen Entscheid entsprechend umzusetzen!
 

 

18.12.2009


Kontakt:

 Dr. Daniel Heller, Grossrat, Fraktionschef FDP.Die Liberalen Aargau, Erlinsbach. Natel 079 434 23 85
 Thierry Burkart, Grossrat, Vizepräsident FDP.Die Liberalen Aargau, Baden. Natel 079 828 55 81

 

Die Medienmitteilung:
Eine Dienstleistung der FDP für Sie.

 

 

Revision Arbeitslosenversicherung

Parteitag vom 19. August

Der Parteitag in Vordemwald vom 19. August hat Grossrat Thierry Burkart, Baden, einstimmig zum neuen Präsidenten der Kantonalpartei gewählt. Weiter wurde - ebenfalls einstimmig - die Ja-Parole zur Revision der Arbeitslosenversicherung (Eidg. Abstimmung vom 26. September 2010) gefasst.