Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule

Gut’ Ding will Weile haben. Der Regierungsrat macht sich erneut an das wichtige Vorhaben
 

Medienmitteilung 31. August 2018

Die FDP.Die Liberalen Aargau begrüsst die Wiederaufnahme des Vorhabens zur Optimierung der Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule als längst angezeigten Schritt. Der Verzicht auf die Schulpflegen und damit eine Reduktion der Führungsebenen ist die überfällige Konsequenz aus der Einführung der Schulleitungen im Jahre 2003. Der Erhalt der Bezirksschulräte als niederschwellige, lokale Beschwerdeinstanz ist zu diskutieren, und die Stärkung der Schulleitungen kann im Hinblick auf die Neue Ressourcierung der Aargauer Volksschule Sinn machen. Kritisch stellt sich die FDP gegenüber dem Vorschlag, Erziehungsrat und Berufsbildungskommission als zwei getrennte Gremien beizubehalten.

 

Gut’ Ding will Weile haben: Die FDP.Die Liberalen ist erleichtert, dass die Verschlankung der Führungsstrukturen der Aargauer Volkschulen nach der Sistierung im Jahre 2014 nun endlich angegangen wird, und diese ohne Mehraufwände eingeführt werden soll.

 

Vereinfachte Führungsstruktur

Die FDP ist einverstanden mit dem Verzicht auf die Schulpflegen. Die vom Regierungsrat vorgeschlagene, vereinfachte Führungsstruktur mit dem Gemeinderat als oberstes politisches Führungsorgan der Schule ist die logische Konsequenz aus der Einführung der Schulleitungen im Jahre 2003. «Damit kommt endlich der Grundsatz ‘Wer zahlt, befiehlt’ zum Tragen», meint Ressortleiterin Christine Keller Sallenbach. Anlässlich der Anhörung vom Jahr 2013 regte die FDP an, dem Gemeinderat die Möglichkeit zu schaffen, eine gemeinderätliche Schulkommission einzusetzen. «Die Aufnahme dieser Anregung freut mich besonders», so Keller Sallenbach.

 

Beibehalt der Bezirksschulräte

Für die FDP ist der Beibehalt der Schulräte als erste Beschwerdeinstanz zu diskutieren. Die Lösung soll sicherstellen, dass die Entscheide niederschwellig, nachvollziehbar und mit gesundem Menschenverstand gefällt werden können.

 

Erhöhung der Schulleitungspensen um 10%

„Den Vorschlag, die Schulleitungspensen um 10% zu erhöhen, werden wir auch unter dem Aspekt der bevorstehenden Einführung der Neuen Ressourcierung genau prüfen“, erklärt Fraktionspräsidentin Sabina Freiermuth. Ferner sind die Schulsekretariate nach demselben Schlüssel wie die Schulleitungen zu finanzieren. «Ansonsten bleibt der Anreiz bestehen, die Schulleitung mit administrativen Aufgaben zu belasten.“

 

Ein beratendes Gremium genügt

Die Überarbeitung der kantonalen Beratungsgremien stellt ein altes Anliegen dar, das seit 1998 mit mehreren Vorstössen überwiesen wurde. Zuletzt forderte die freisinnige Fraktion im März 2018 in ihrer Motion 18.30 die Zusammenlegung des Erziehungsrats und der Berufsbildungskommission zu einer vom Regierungsrat eingesetzten Kommission. Die FDP ist erstaunt, dass der Regierungsrat den Erhalt des Status Quo beabsichtigt, wo er doch in seiner früheren Vorlage just diese Zusammenlegung vorgeschlagen hatte. Zu den einzelnen Fragen wird sich die FDP.Die Liberalen Aargau im Rahmen ihrer Vernehmlassungsantwort ausführlich äussern.

 

Weitere Auskünfte:

Christine Keller Sallenbach, Grossrätin, Ressortleiterin Bildung, Kultur & Sport, Tel. 078 646 43 92
Sabina Freiermuth, Grossrätin, Fraktionspräsidentin, Tel. 079 333 51 78
Lukas Pfisterer, Grossrat, Parteipräsident, Tel. 076 468 49 91

 

 

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